Ab ins Hochland

Heute starten wir wieder besser in den Tag, nachts noch mit mehreren Lagen in den Schlafsack legen müssen, wärmt die Sonne unser Zelt schon um 8 so sehr dass wir kurzärmlig frühstücken können.

Da sich in den letzten Tagen etwas Unordnung im Auto ausgebreitet hat wird erstmal neu gepackt und sortiert.

Weiter geht es jetzt Richtung Mývatn, dem Mückensee. Am Weg besuchen wir noch die Solfatare von Hverarönd.
Das kalte Grundwasser fliesst durch Risse und Spalten auf heisses Gestein und verdampft dadurch zurück an die Oberfläche, am Weg nimmt es noch Schwefelwasserstoffgase auf, dadurch der strenge Geruch. An der Oberfläche verbinden sich die Gase mit der Luft und lagern Schwefel ab. Sinter und Gips bilden gemeinsam um die Dampfquellen feste Ablagerungen. In den Schlammquellen kommen die Schwefelwasserstoffgase mit Wasser in Verbindung und es bildet sich Schwefelsäure, welche dann den felsigen Untergrund zu lehmigen Schlamm auflöst.

Auf den Fotos kommt der Geruch und die Geräuschkulisse leider nicht zur Geltung. Überall dampft und blubbert es, der Boden ist spürbar heiss.

Keine 5 Minuten von hier befindet sich der Mývatn See, auf einer Anhöhe davor halten wir jetzt zum ersten Mal an einer isländischen Therme. Preislich sehr teuer, aber ein Erlebnis ist es schon. Das Wasser sehr trüb und angenehme 38°, am Boden Lavagesteinssand, die Felsen und Hölzer im Wasser veralgt. Schöner Ausblick über den See, inzwischen hat es auch etwas zugezogen und wir geniessen die Entspannung.

Inzwischen steht auch unsere Planung für die nächsten beiden Tage fest. Heute besuchen wir noch den Goðafoss, der Wasserfall der Götter.

Weiter geht es dann ins Hochland, über unbefestige Schotterpisten, Flüsse und vielleicht ja sogar etwas Schnee.

Gut durchgeschüttelt erreichen wir Laugafell, ein paar Hütten mit Massenlagern, eine kleine Wiese für Zelte und ein Hotpot. Bewirtet ist die Hütte nur 2,5 Monate wo mal kein Schnee liegt.

Die Preise für das Matratzenlager sind minimal überteuert und so schlagen wir schnell unser Zelt im Regen auf, verkochen unsere Reste und genehmigen uns noch etwas Ruhe und Entspannung im Hotpot.