Bergen

Der heutige Tag beginnt mit einem Kampf um die (Männer) Duschen, diese werden seit dem Morgen von den Osteuropäischen Hüttengästen lautstark belagert.

Heute kommen wir mit dem Zug an, Bahnhöfe scheinen in Norwegen keinen allzu hohen Stellenwert einzunehmen (Häfen dafür umso mehr).

Bahnhofshalle Bergen

Wie auch schon in Oslo, gibt es in Bergen Karten für ÖV und Museen, in Oslo hat sich diese für uns gelohnt, hier in Bergen haben die wenigen Museen an Wochentagen kurze Öffnungszeiten (meist 11-15h) bzw. so wie unser erstes angepeiltes Ziel das Lepra Museum, haben ausserhalb der Hochsaison komplett geschlossen.

Lepramuseum

So marschieren wir unverrichteter Dinger weiter durch die Stadt, das erste Ziel ist Bryggen, ursprünglich ein Handelskontor der Hanse, mehrmals abgebrannt (alles Holzkonstruktionen, Steinhäuser waren was für Reiche) aber immer wieder aufgebaut. Inzwischen hauptsächlich von Souvenir Shops und Lokalen genutzt.

Blick in eine der Gassen zwischen den Häusern, meist teilten sich zwei Reihen einen Zugang.

Im dazugehörigen Museum erfahren wir einiges über die Häuser und ihre Bauweise, sowie über den Haupt Ex- und Import. Als nächstes stehen die alten Festungsanlagen, insbesondere der Rosenkrantztårnet und die Håkonshallen.

Der Rosenkrantztårnet wurde 1560 als Festungs und Wohnturm für Erik Rosenkrantz errichtet. Wird mal wieder renoviert. Im Keller starten wir im Kerker und arbeiten uns schrittweise durch Wachstuben hoch um dann schlussendlich in seinen Gemächen anzukommen.

An den tapferen beiden Wachleuten vorbei geht es dann in die Håkonshallen.

Blick auf die Håkonshallen vom Rosenkrantz Turm aus

Diese wurden 1247-1261 errichtet, hier soll Håkon Håkonsson,(auch als Magnus Lagabøte bekannt) 1261 geheiratet haben. Später wurde das Gebäude als Festhalle genutzt, ab 1683 dann als Kornspeicher. Bei einer Explosion eines Frachtschiffes 1944 wurde die Halle schwer beschädigt. Danach aber wieder neu aufgebaut und heutzutage wird sie für Konzerte und Feste genutzt.

Der Hafen und das wechselhafte Wetter in Bergen

Weiter ging es dann ans andere Ende der Stadt, ins VilVite, viele Experimente und Sachen zum ausprobieren.

Nach 5 Runden mit dem Rad war dann auch schon Schluss, 15:00 und alles macht zu. Als Studentenstadt eigentlich komisch, auch Mittwochs ist Party bis in die Morgenstunden, der Supermarkt macht erst um 0:45 zu, aber die Museen schliessen um 3.

Wir fassen den Entschluss nicht direkt nach Oslo zu fahren, sondern erst noch einen Abstecher zum südlichsten Punkt Norwegens zu machen. Daher ging es gleich zurück zum Campingplatz um noch ein paar Stunden fahren zu können.

Dafür fahren wir auf der E16 bis Trengereid, über die Fv7 die Fjorde entlang, teils mir sehr engen und unübersichtlichen Strassen. Bei Steindalsfossen geht es auf die 49, nach Jondal über die Fv107.

In Odda ist die Kirche sehr schön beleuchtet, also machen wir einen kurzen Stopp bevor wir noch ein Stück weiterfahren.

Weiter geht es auf der 13, es geht wieder bergauf und plötzlich sehen wir einen (bzw. zwei) riesigen Wasserfall der hell beleuchtet unglaublich laut vor sich hinrauscht, der Låtefossen. Dies wird heute auch unser Parkplatz werden, morgen müssen wir wieder früh los, es stehen noch einige Stunden und Kilometer an bevor wir Kristiansand erreichen.

Der linke Wasserfall (anklicken für grosses Bild)
Der rechte Wasserfall, fast unmöglich zu fotografieren, nach 10 Sekunden ist das Objektiv komplett nass.

Entfernung: 200km (5570km)

Fahrzeit:  3 Stunden (84,5h)