Die Via Claudia Augusta

(mit Verlängerung nach Klagenfurt)

Das Wetter

Die ersten Tage bis vor dem Fernpass waren kühl aber schön. Als wir über den Pass wollten hat es dann stark geregnet und wir haben uns deshalb transportieren lassen. Durch das Inntal hat uns starker Regen weiter begleitet.
Danach war das Wetter immer trockener als angesagt. Die vielen Wolken hatten den Vorteil daß die Temperaturen fürs Radfahren optimal waren.
Richtig heiß war es nur auf der letzten Etappe in Kärnten.

Die Pässe

Den Reschenpass wollten wir von vornherein nicht mit dem Rad bewältigen. Man müsste da mit dem Rad auf der Autostraße hochstrampeln.

Eine ähnliche Stelle gibt es bei Trient auch dort müsste man auf einer engen Autostraße eine große Höhendifferenz überwinden.

Beim ersten Pass, dem Fernpass wollten wir nur unser Gepäck transportieren lassen und die schöne Radstrecke die es dort gibt selbst fahren. Da hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Auf dem Höhenprofil unsere Reise gibt es für diese Transportstrecken jeweils eine Lücke.

Die Menschen, Radrouten und E-Bikes

Bis auf die bekannten Downhillstreckem sind wir nur wenigen Radlern begegnet.

Das ist in der Ferienzeit auf „Deutschlands einfachster Alpenquerung“ eigentlich erstaunlich. Auch in Österreich ist der marketingaufwand für diese Strecke recht hoch. Aber die schlechte Wetterprognise und Corona tun da wohl das ihre.

In Italien ist die VIA kein besonderes Thema, man findet zwar hin und wieder das Logo, aber angeschrieben sind lokale Touren. Aufgefallen ist mir die “ Via Roma“ die ähnliche Teilstrecken nutzt.

Das Zimmer suchen am frühen Nachmittag – wenn man abschätzen kann wieweit man noch fahren will – hat sich wieder gut bewährt. Nur mit der letzten Übernachtung in Klagenfurt gab es Probleme wegen eines Fußballspieles. Aber auch das ließ sich mit ein wenig telefonieren lösen

Daß speziell auf bergigen Strecken fast nur mehr E-Bikes gefahren werden wird niemanden überraschen.

Daß viele die asphaltierten Radwege als Promenade für Luxus Bikes nutzen auch nicht. Wer etwas auf sich hält braucht da schon ein „Fully“ (Full Suspension Mountain Bike) um den Preis eines Kleinwagens.

Highlights und Lowlights

  • Die Erklärungen zur historischen Strecke in Bayern und Tirol sind ausgezeichnet.
  • Die Abfahrt vom Reschenpass IST EIN TRAUM.
  • Die Fahrt im Gelenkbus von Trient nach Civezzano. Nur wir 2 und unsere Räder und 2 sehr hilfsbereite Busfahrer die uns mit Händen und Füßen erklärt haben wo unsere Strecke weitergeht.
  • Der Passo Rollo mit dem „Forte Tagliata della Scala“: Ein Zufallsfund mit Charme.
  • Bachquerung bei „Oasi Fontane Biance“
  • Der KANALTAL RADWEG – Kühlende Tunnel, Wasserfälle und viel Panorama.
  • Radwege (oder Radstreifen am Straßenrand) gibt es in Norditalien nur spärlich.
  • Die elektronischen Weginformationen für Fahrrad geeignete Wege und Straßen sind schlecht und/oder um Jahrzehnte veraltet.
  • Da hilft dann auch ein guter Routenplaner nicht. (Der schickt dich dann auf Straßen die sichtlich) schon seit Jahren gesperrt sind.

Landkarte und Zahlen

Was wir so mitgeschleppt haben

Roman 25,4 + 15,4 + 3 = ~44kg (Fahrrad + Gepäck + Wasser = Gesamt)

Gerhard 15,5 + 17,3 + 3 = ~36kg (Fahrrad + Gepäck + Wasser = Gesamt)

Bis zur nächsten Reise! Da steht dann Island auf dem Programm.

Liebe Grüße
Gerhard

5 thoughts on “Die Via Claudia Augusta

  1. Danke für das schöne Miterleben bei eurer Radtour, hoffe es hat euch
    trotz des schlechteren Wetters gut gefallen. Jetzt erholen von den Strapazen und zu Hause relaxen.

  2. Danke für den Gesamtbericht, Pläne uns die vielen Fotos. 😊
    (Freue mich schon auf den Mathe Test, unten 🤔)

  3. Danke fürs “ mitfahren dürfen“. War wie immer eine spannende Abendlektüre.
    Gute Erholung! Bis Island!

  4. Danke für den tollen Reisebericht! Schade, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat. Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spaß gemacht und ihr habt die schöne Natur genossen!

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