Eisernes Tor – 1.Akt

Nach dem Frühstück in Golubac sind wir an der Ruine Golubac vorbei in den Nationalpark Derdap gekommen. Der Nationalpark auf der Rumänischen Seite heißt Portile de Fier. Beides steht für Eisernes Tor.

Vor 1900 war hier ein gefürchtetes Stück Donau das nur schwer zu befahren war. Die Regulierung brachte hier deutliche Erleichterung und seit dem Bau des Kraftwerkes Eisernes Tor 1 ist der 150 km lange Staubereich auch für die Schifffahrt einer der attraktivsten Donauabschnitte.

Der heutige Höhepunkt war Lepesnki Vir – eine urgeschichtliche Ausgrabungsstätte. Die Funde hier sind zu 9000 Jahre alt und liegen in vielen Schichten übereinander. Trotz der immer wiederkehrenden Überflutungen wurde dieser Kultplatz immer wieder besiedelt. Besoders das Amphitheater ähnliche Ausstellungsgebäude beeindruckt.

Gleich danach hatten wir auf einem alternativen Wegstück 2 Bachquerungen und dann auf der Hauptroute noch 200 Höhenmeter am Stück zu bewältigen (so ein kleiner Kahlenberg oder ein Steinerberg)

Jetzt im September kommt die Sonne nur an wenigen stellen über die Bergspitzen und so bleibt es schön kühl. Manchmal auch ein wenig zu kühl …

Ja und jetzt noch zur zentralen Frage: ist die serbische Seite schöner oder die rumänische?
Wir könne das nicht schlüssig beantworten weil wir ja nur eine Seite gefahren sind. Uns hat die serbische jedenfalls ausnehmend gut gefallen.

Erinnert Ihr Euch noch an die Ungarin von gestern? (die mit dem Freund aus Malta)
Die hat mit einer Gruppe deutscher Radfahrer gesprochen die eben die eine Seite runter und die andere heraufgefahren waren. Ihr Gesprächspartner hat die serbische Seite als die „ohne Zweifel“ schönere gepriesen. Als er mal kurz weg war hat sein Kollege hinter vorgehaltener Hand gemeint: Stimmt gar nicht, die rumänische Seite ist viel schöner.

Wir werden also weiter mit dieser Ungewissheit leben müssen …

Tag 16:
Wetter: Überwiegend sonnig.
Morgentemperatur: 7 Grad, Morgennebel über der Donau,
Mittagstemperatur : stellweise (in der seltenen Sonne) über 25 Grad, sonst unter 20 Grad

Distanz: 67 km
Gesamt: 1291 km
Zielort: Donji Milanovac

Technik:
Das Licht von Wolfgang hat heute Morgen wieder funktioniert (da war wohl Wasser vom Reinigen drin)

Nach unseren Bachquerungen musste ich meine Vorderradachse bei justieren. (das hat mir Abfahrt von unserem 200er Hügel gründlich verdorben)