Kia Ora

Freitag, 29. November 2013

Endlich wieder Sonnenschein!
Da gaggern die Hühner gleich viel fröhlicher und der Kaffee schmeckt um Klassen besser.

Das lange Studium der Prospekte die wir uns gestern besorgt haben hat dazu geführt dass wir heute zur Tourist Info gefahren sind um uns durch das Dickicht zu helfen. Eine nette Maori Dame hat uns kompetent beraten und uns in das lokale Museum und zu dem von Maoris betriebenen Thermal Village geschickt.
Als ich ihr sagte dass wir aus Austria sind (das ist hier DIE Standardfrage) hat sie gemeint, ja ich klinge wie der Österreicher mit den vielen Muskeln…Na ja, Arnie kennt man halt überall.
Als ich Ihr dann noch erzähle, dass letztes Jahr ein Kellner in Arizona – nachdem ich ein Bier bestellt hatte – gleich wusste dass ich aus Österreich bin, weil ich Bier genau wie der Arnie ausspreche, hatten wir ausreichend Gesprächsthema.

Das Museum hier in Rotorua hat uns gut gefallen. Es ist in einem ehemaligen Heilbad untergebracht (Thermalgegend) und behandelt die Geschichte des Ortes und des lokalen Maoristammes.
Wir haben heute gelernt dass es 7 Hauptstämme mit jeder Menge Untergruppen gibt. Diese Hauptstämme mögen sich nicht unbedingt und sind wahrscheinlich zu unterschiedlichen Zeiten, aus unterschiedlichen Gegenden kommend eingewandert.
Eine DNA Untersuchung der hiesigen Maoris hat ergeben, das bei der ursprünglichen Besiedlung 70-100 Frauen mit dabei waren. (…wozu Wissenschaft nicht alles gut ist!)


Das Thermal Village Whakarewarewa (faka rewa rewa) ist das historische (und aktuelle) Dorf der Tuhourangi Ngati Wahiao . Sie nutzen seit Menschengedenken das heiße Wasser zum Heizen, Kochen und Baden. Es wohnen ca. 70 Maori permanent, zu Weihnachten werden sie aber 10mal so viele sein und zum Stamm gehörig betrachten sich ungefähr 7.000 (ein schönes Zahlenspiel, oder?)

Unser Guide, eine Dame vom Typ strenger Oberlehrer, hat uns mit einer Stimme die alle Nebengeräusche mühelos übertönte, viel vom Leben und von der Geschichte Ihres Stammes nähergebracht.
Eigentlich sind es ja 2 Stämme (vom Typ Untergruppe glaube ich) die hier wohnen.
Der, dem unser Guide angehört, lebte ursprünglich beim Mount Tarawera. Nachdem großen Vulkanausbruch 1886 wurden die Überlebenden in Rotorua aufgenommen, kennen aber sichtlich noch Ihre Wurzeln.
Das ist der Ur-Dampfkochtopf – vor Jahrhunderten von den Maori entwickelt.
Man lebt hier ungefährlich solange das Wasser kocht und die Geysire sprudeln. Die von der absinkenden pazifischen Platte kommenden Spannungen werden so abgebaut. Gefährlich – so sagt man – wird es erst wenn die ausbleiben.

Ausser den Führungen durchs Dorf bieten die Maori auch noch täglich 2 Performances an.
Da können sich unsere Fremdenverkehrsverbände ein Stück abschneiden! Die Schuhplatteln nur 1 oder 2 mal die Woche!!
Sonst ist das Programm aber sehr vergleichbar. Singen und Tanzen, Grüß Gott (Kia Ora), bitte und danke sagen und dann noch mitsingen und mittanzen, der besseren Stimmung wegen. Statt dem Schuhplatteln gibt es halt zum Schluss einen Haka (zeremonieller Kriegstanz den das Rugby- und andere Sportteams bei Ihren Auslandsspielen immer aufführen)
Trotz aller Polemik, es war eine passable Veranstaltung und wir wollten ja genau das.

Heute waren wir noch indisch Essen und übernachten am anderen Ende von Rotorua.
Morgen werden wir das Thema Geysire und Mount Tarawera noch etwas vertiefen.

Unser Tagesfoto zeigt einen schwarzen Schwan.
Wer hat sowas schon gesehen? (Küken und Jungtiere zählen nicht!)