Wir bleiben auf dem serbischen Ufer

Heute Mittag mussten wir uns in Banatska Balanka wieder mal entscheiden:

Auf der linken Donauseite bleiben und in Rumänien weiterfahren oder
mit der Fähre nach Ram übersetzen und rechts der Donau auf der serbischen Seite bleiben.
Wir haben uns für die rechte Seite entschieden und halten den Serben die Treue.


Mit der Fähre hatten wir richtig Glück. Wir sind ein paar Minuten vor Abfahrt der Fähre angekommen und die geht jetzt nur mehr alle 3 Stunden.

Telefonieren tun wir aber mit dem Rumänischen Netz, da gilt der deutlich günstigere EU Roamingtarif.

Seit Belgrad ist die Beschilderung der Radwege übrigens „erste Sahne“.
Die Qualität des Radweges geht zwar noch immer von sehr gut bis sehr schlecht, aber das Problem mit zu intensivem Straßenverkehr haben wir nicht mehr.

So genug nun vom Radweg. Die Landschaft ist noch immer beindruckend, die (schwach pigmentierten) Ortsansässigen sind freundlich und heute haben wir übermäßig viele Radfahrer getroffen. Zuerst ist uns eine Gruppe von 6-8 Tourenfahrern entgegengekommen – eine Boygroup die keine Zeit für einen Plausch hatte. Dann ein holländisches Paar bei der Suche nach unserem Vormittagskaffee. Und beim Kaffeetrinken dann noch ein Tandemgespann mit einem Malteser und einer Ungarin. Die Tandemfahrer haben die rumänische Donauseite gewählt und die Holländer biegen morgen Richtung Türkei ab. War eine richtig nette Unterhaltung.

Jede Menge wilde Hunde ist uns wieder kläffend nachgelaufen. Einer der uns zu unserer Fotosession gefolgt ist war dann aber streichelweich und hat nur um Aufmerksamkeit gebettelt. Wahrscheinlich beängstigt das Strampeln auf dem Fahrrad die Hunde und macht sie aggressiv.

Auf Wolfgangs besonderen Wunsch gibt es ein Gruppenfoto (von erwähnter Fotosession) von uns Dreien. Und da es noch drei Tage sind bis mit der Elitetruppe zusammentreffen ist ja auch ein guter Anlass, oder?

Also die nächsten 2 Tage sind wir beim Eisernen Tor unterwegs, das gibt sicher jede Menge gute Fotos.

Tag 15:
Wetter: Überwiegend sonnig. Morgentemperatur: 10 Grad, die Sonne im Rücken macht es aber recht angenehm, Mittagstemperatur so bei 20 Grad.
Kalter Wind seitlich und schräg von vorne, Nachmittags stark auffrischend.

Distanz: 88 km
Gesamt: 1224 km
Zielort: Golubac

Technik:
2. Platter bei Wolfgang, diesmal am Vorderrad (wieder ein Dorn)

Nachdem wir unsere Räder mit einem Kärcher reinigen lassen haben geht die Lichtanlage von Wolfgang nicht mehr, wir werden das Problem morgen näher in Augenschein nehmen.

Die provisorische Reparatur meines Z-Trägers mit Kabelbindern (Idee von Schurli) hat gehalten.

2 thoughts on “Wir bleiben auf dem serbischen Ufer

  1. Habe heute erstmals Muße Euere bewundernswerte „Radexpedition“ zu bewundern.
    Bravo – danke. daß wir auf diese Weise mitfahren dürfen.
    Wünsche Euch weiterhin angenehmes Radfahrwetter – die Temperaturen sind ja besser als die Sommerhitze – und viele neue Eindrücke.
    Bemüht Euch, nicht alle Dornen mit den Reifen aufzulesen – ich habe das auch schon in der Lobau fertiggebracht.
    L.G. Peha

  2. Nettes Gruppenfoto – passt zur heutigen Eröffnung der Wiener Wiesn !
    Hab mich eh schon gewundert, dass ihr keine anderen Rad-Fern-Fahrer getroffen habt ! Aber die Holländer sind überall !!!
    Freue mich auf die Fotos vom Eisernen Tor !
    Gute Fahrt !
    lg Fredi + Trude

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